CBD: Die wichtigsten Cannabidiol Fakten zusammengefasst

Cannabis, vor allem das mit hohem CBD Gehalt ist voll im Trend. Egal ob in der Schweiz, Deutschland oder Österreich. Es ist ein heiss diskutiertes und immer wieder in den Schlagzeilen auftauchendes Thema. Ein Grund ist sicherlich, dass man Cannabis mit einem limitierten THC Gehalt (je nach Land unterschiedlich) legal verkaufen, erwerben und konsumieren kann. Ein weiterer Grund sind auch all die Meldungen in den Schlagzeilen, die berichten, wie Cannabis und vor allem nun CBD kranken Menschen geholfen hat.

Für viele Leute ist dies noch schwierig zu verstehen, ist doch Cannabis eine Pflanze, welche schon seit Jahrzehnten verboten ist und die Gesetzgebung hat uns auch immer weiss gemacht, dass Cannabis gefährlich ist. Und nun soll es plötzlich legal sein? Ist Cannabis nun nicht mehr gefährlich? Was ist mit CBD, Hanf und Marihuana? Wie hilft es kranken Menschen? Hilft es bei jeder Krankheit und ist es sogar das neue „Wundermittel“? All diese Fragen und noch viel mehr werden auf dieser Seite beantwortet, um helfen zu können, etwas Klarheit in den CBD und Cannabis-Dschungel zu bringen.

Ist CBD haltiges Cannabis nun legal?

Ja, CBD haltiges Cannabis ist legal. Das Gesetz beschränkt aber den Anteil des THC, welches für die psychoaktiven Wirkungen (mehr dazu weiter unten) im Cannabis verantwortlich ist. In der Schweiz liegt diese THC Grenze bei 1%. In Deutschland und Österreich liegt diese Grenze bei 0.2%. Allerdings hat jedes Land noch seine eigenen Einschränkungen betreff erlaubten Produkten und Konsum.

In der Schweiz ist auch das „Kiffen“ von Cannabis mit einem THC Gehalt unter 1% legal. Auf der Webseite von Swissmedic gibt es die Infos dazu.

Was ist CBD (Cannabidiol) eigentlich?

CBD ist eine von über 85 identifizierten chemischen Verbindungen, welche Cannabinoide genannte werden und in der weiblichen Cannabis Sativa / Indica Pflanze vorkommen. CBD ist Diejenige, welche am 2. häufigsten vertreten ist. Die am Häufigsten vorkommende ist THC (Delta-9 Tetrahydrocannabinol). THC ist für die psychoaktiven Wirkungen, bei dessen Konsumation, verantwortlich. Cannabidiol (CBD) hingegen wirkt nicht berauschend. CBD Konsumation beschert einem also kein „high“ Gefühl wenn man es konsumiert und es verändert auch nicht das Denken und auch nicht die Gemütslage.

Viele der medizinischen Eigenschaften, welche Cannabis natürlich mit sich bringt, hat sie eigentlich dem CBD zu verdanken.

Was für Eigenschaften hat CBD?

CBD hat sehr starke entzündungshemmende Eigenschaften. Es hilft nicht nur die Entzündungen zu unterdrücken. Eine Studie hat auch gezeigt, dass es unserem Körper hilft, gar nicht erst die Stoffe zu produzieren, welche die Entzündungen auslösen. Das Cannabidiol hat also eine Art präventive Wirkung.

Man fand auch heraus, dass Cannabidiol (CBD)  krampflösende Wirkungen hat. Das heisst, es kann den Schwellenwert für epileptische Krampfanfälle senken. Es gibt einige Patienten, die berichten, dass sie seit der Einnahme von Cannabis mit hohem CBD Gehalt weniger Krampfanfälle hatten. Es gibt auch zahlreiche Studien, die aufzeigen wie CBD vor allem Kindern hilft, die epileptischen Anfälle zu reduzieren. In einigen Fällen führte dies sogar dazu, dass die Kinder frei von Krampfanfällen waren.

In einigen Forschungen hat man den Patienten sogar ganz beabsichtigt eine „Überdosis“ THC verabreicht, um herausfinden zu können, was dann passiert, wenn man CBD hinzufügt. Bei diesem test kehrte CBD die negativen Wirkungen der THC „Überdosis“ vollkommen um, ohne den THC Gehalt im Blut zu verändern. Dies bestätigt, dass CBD seine eigenen medizinischen Wirkungen hat und nicht nur diejenigen des THC umwandelt.

Forscher haben zudem  herausgefunden, dass CBD die Fähigkeit besitzt, Krebszellen dazuzubringen sich selbst zu zerstören, ohne dabei die noch gesunden Zellen zu beschädigen oder anzugreifen. Dies passiert indem sich CBD an die Rezeptoren der Krebszellen bindet und die dann dazu bringt sich selbst zu töten.

Weiters wurde entdeckt, dass CBD sogenannte „biphasische“ Wirkungen auf den Körper hat. Das heisst, dass niedrig dosiert eingenommen, hält es wach und verleiht Energy und in höheren Dosis macht es müde und schläfrig, was wiederum den Schlaf fördert. Das schöne daran ist es, dass man anhand der Dosis selbst bestimmen und steuern kann, ob man es gerade lieber als Energie-Booster oder als Schlafunterstützung verwenden möchte.

Es gibt auch einige Studien, welche die schützende Wirkung von CBD auf beschädigte Neuronen untersucht haben. Es scheint so zu sein, dass CBD die Nerven schützt und die Prozesse unterdrückt, welch die Nerven beschädigen. Zudem wurde auch aufgezeigt, dass CBD Gehirnverletzungen schützen kann. Bei Patienten und Versuchstieren mit Gehirnverletzungen scheint CBD das Gehirn vor den Schäden, welche in den Nervenzellen aufgetreten sind, zu schützen.

Studien haben auch aufgezeigt, dass CBD MRSA (Methicillin resistenter Staphylococcus aureus) bekämpfen kann. MRSA ist ein berüchtigtes Bakterium, welches sich nur schwer mit Medikamenten bekämpfen lässt, da es resistent gegen eine Anzahl von Antibiotika ist. Durch eine örtliche Behandlung mit Cannabis konnten die Infektionen bekämpft werden. MRSA wurde somit von dieser Infektion beseitigt.

Für viele Patienten ist das CBD haltige Cannabis eine super alternative zum THC haltigen, da es keine berauschenden Effekte mit sich bringt und doch viele medizinische Eigenschaften aufweist. Weitere CBD Fakten finden Sie hier.

Wie funktioniert CBD?

Wussten Sie, dass unser Körper eigene Cannabinoide, welche dem CBD und THC ähnlich sind, produziert? Diese endogene Cannabinoide sind Teil eines Systems, welches als das „Master System“ unseres Körpers und unter dem Namen Endocannabinoid-System (ECS) bekannt ist. Genau dieses System arbeitet perfekt mit CBD zusammen.

Das ECS besteht aus zwei verschiedenen Rezeptoren, den CB1 und den CB2 Rezeptoren. CB1 Rezeptoren befinden sich vor allem in unserem Nervensystem und CB2 Rezeptoren im Immunsystem. THC stimuliert hauptsächlich die CB1 Rezeptoren und beeinflusst damit verschiedene Nervenzellen in unserem Nervensystem. Dies führt zu den berauschenden, psychoaktiven Effekten bei der Konsumation von THC haltigem Cannabis. CBD hingegen knüpft sich an verschiedene natürliche Mechanismen in unserem Körper um Rezeptoren zu aktivieren und deren natürlichen Effekte zu unterstützen.

Mit Cannabinoid-Rezeptoren verteilt über unseren gesamten Körper, können Sie sich sicherlich auch vorstellen, wie wichtig es ist, dass diese Rezeptoren gut miteinander funktionieren, damit das ECS, welches unseren Körper schützt, gesund behalten werden kann.

Genau durch dieses mächtige Endocannabinoid-System (ECS) kann CBD seine ganze Magie ausspielen und wirken lassen.

Ist CBD eine Einstiegsdroge?

CBD Blüten

Seit anfangs 2017 ist Cannabis in den USA offiziell keine Einstiegsdroge mehr. Die amerikanischen Drogenbehörden (DEA) mussten diverse faktisch falsche Aussagen von Ihrer Webseite und Dokumenten streichen. Dies ist wohl einer der grössten Schritte in die Richtung der Legalisierung des Cannabis, da dies auch zeigt, dass es wirklich keine Einstiegsdroge ist und dass die im Volksmund bekannten Risiken, welche dem Konsum von Cannabis nachgesagt werden, wissenschaftlich gar nicht belegt sind.

Dies wird auch die lieben Politiker, welche die Aussage, dass Cannabis eine Einstiegsdroge und gefährlich sei, in Schwierigkeiten bringen. Denn nun hat ihr „Hauptargument“ gegen das Cannabis kräftig an Glaubwürdigkeit verloren.

Sind CBD Produkte sicher?

Generell kann dies so nicht beantwortet werden, da viele Produkte ja nicht nur CBD beinhalten, sondern auch noch andere Stoffe. CBD selbst ist sicher und es wurden bis jetzt noch keine ernsthaften Nebenwirkungen dokumentiert, auch bei hoher CBD Dosis nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Cannabis, Hanf & Marihuana?

Hanf vs Marihuana

Bild Credit

Oberflächlich gesehen ist alles das Gleiche, denn Hanf & Marihuana gehören ebenfalls zur Cannabis Pflanze. Der Unterschied liegt vor allem beim THC Gehalt. Als Hanf bezeichnet man die nicht-psychoaktiven (weniger als 1% THC) Sorten der Cannabis Sativa L Pflanze. Die psychoaktiven Sorten, also die mit mehr als 1% THC Gehalt, bezeichnet man als Marihuana. Zudem ist im Hanf der CBD Gehalt höher als der THC Gehalt und bei Marihuana ist es genau umgekehrt. Wenn man dies auf die Schweiz bezieht, dann kann man sagen, dass Hanf legal ist und Marihuana immer noch illegal.

Dies ist aber nicht überall auf der Welt so. In vielen Ländern liegt die THC Grenze bei 0.3%, was bedeute, dass Cannabis mit weniger als 0.3% THC Gehalt als Hanf bezeichnet wird und das mit mehr als 0.3% THC als Marihuana.

Fazit

CBD ist eine der vielversprechendsten chemischen Verbindungen in der Marihuana-Forschung. Wissenschafter weltweit sind sich einig im Thema, dass CBD sehr hilfreich zur Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten sein könnte.

Je weiter diese Forschungen gehen, desto mehr werden wir über Cannabis und all die verschiedenen chemischen Verbindungen lernen. Wir können nur hoffen, dass die Gesetzgebung den Forschern auch den Zugang zum Marihuana etwas einfacher machen wird und somit weitere Schritte erreicht werden können.

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